GRÜNE SOSSE

ZUTATEN

3-4 Handvoll Grünzeug
1 Becher (500 mL) Buttermilch
1 Becher (500 g) Dickmilch
1 Becher (250 g) Saure Sahne
1 Zitrone, ausgepresst
6 Eier, gekocht
Salz

ZUBEREITUNG

  1. Grünzeug sammeln:
    Traditionell beginnt die Grüne-Soßen Zeit an Gründonnerstag. Ja, ich weiß, dass es dann noch ganz schön kalt draußen ist, um mit dem Sammelkörbchen loszuziehen. Aber die frische Luft, das Licht und die Bewegung tut nach langen Winterzeit wirklich gut! Jetzt wird es Frühling! Das erste Grün des Jahres steckt seine zarten Triebe aus der Erde, es steckt voller Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelementen und purer Lebensenergie.
  1. Eier kochen, die Zitrone auspressen und das Grünzeug vorbereiten:
    Wieder Zuhause angekommen, habt ihr euch hoffentlich erstmal richtig schön aufgewärmt. Jetzt geht es weiter mit Eier kochen und dem Auspressen der Zitrone. Und dann kümmern wir uns um unser Grünzeug, indem wir es säubern und klein schneiden.
  1. Die Soße anrühren:
    Nehmt euch eine große Schüssel und kippt die ganzen Milchprodukte darin zusammen: Den Becher Buttermilch, die Dickmilch und die Saure Sahne. Die Zitrone und das Grünzeug hinzufügen und salzen. Alles miteinander verrühren.
  1. Die Eier:
    In welcher Form ihr die Eier servieren möchtet, das ist euch überlassen. Hier gibt es kein Richtig oder Falsch, sondern nur Geschmackssache. In Frankfurt halbiert man die Eier und legt sie dann auf dem Teller auf die Grüne Soße. Hier in Nordhessen schneidet man sie klein und rührt sie unter die Soße.

  2. Servieren und genießen:
    Mit Pellkartoffeln ein unglaublich leckeres Essen!

VARIATIONEN

Grüne Soße ist ein wahrscheinlich schon sehr altes Gericht, das sich auch außerhalb der hessischen Grenzen großer Beliebtheit erfreut: In Frankreich kennt man  die Grüne Soße als „Sauce verte“ und in Italien und Spanien als „Salsa verde“. Sogar eine indische Variante ist bekannt. Fakt ist: die „klassische“ Grüne Soße gibt es eigentlich gar nicht. Also macht aus diesem Gericht das, was ihr am liebsten mögt und habt keine Angst davor kreativ zu werden!

DIE NORDHESSISCHE VARIANTE
In Nordhessen verwendet man: Petersilie, Schnittlauch, Sauerampfer, Pimpinelle, Dill, Zitronenmelisse. Je nach Region ist die Zugabe von Schalotten, Senf, Knoblauch und Zitronensaft üblich. Hinsichtlich der gekochten Eier ist man sich etwas uneinig: In manchen Regionen werden diese klein geschnitten und unter die Soße gerührt, woanders serviert man sie mit den Kartoffeln.

DIE FRANKFURTER REZEPTUR
In diese Variante des Rezepts gehörten traditionell sieben Kräuter: Kresse, Kerbel, Borretsch, Petersilie, Sauerampfer, Schnittlauch und Pimpinelle. Meistens werden diese  mit Saurer Sahne, Creme Fraiche oder Schmand angerührt. Manchmal kommen noch Joghurt, Senf, Zwiebeln und Knoblauch dazu. Dazu isst man klassischerweise Pellkartoffeln und hartgekochte Eier. Oftmals findet man aber in den Speisekarten von Frankfurter Restaurants die Grüne Soße als Beilage zu Tafelspitz oder zum Schnitzel.

GRÜNE SOSSE MULTI-KULTI
In Frankreich werden die gehackten Kräuter mit Mayonnaise angerührt. In Italien verwendet man gerne auch Basilikum und Majoran, sowie Knoblauch und gehackte Kapern. Optional können sogar noch eingelegte Sardellenfilets hinzugefügt werden. In Indien verwendet man gerne Minze, Koriander, Kokosraspeln und Chili.

Guten Appetit

wünscht euch